Eternit-, Fulgurit- und Toschi-Rohre

F H P R T

Achtung wichtig!!!

Im SHK-Bereich gibt es eine Palette asbesthaltiger Produkte – nämlich die verschiedensten Produkte aus Asbestzement, die vor allem in Form von Rohren Verwendung fanden: Eternit-, Fulgurit- und Toschi-Rohre aus Asbestzement! Sie enthalten ca. 12% Asbest, der im Zementstein fest gebunden ist. Sie wurden in großem Umfang für mehrzügige Lüftungsrohre, als sogen. „Kölner-Lüftung“ oder „Hamburger-Lüftung“ und als große Sammelschachtanlagen im mehrgeschossigen Wohnungsbau und in Hochhäusern eingebaut. Prinzipiell gehören zu diesem Bereich auch Abgasrohre nach DIN 18160 für gasbetriebene Feuerungsanlagen.

Hausinstallations- bzw. Hausabflussrohre aus Asbestzement bilden für den SHK-Sektor ein weiteres Gebiet, in der Instandsetzungsarbeiten, aber auch überwiegend Abbrucharbeiten anfallen. Diese Abflussrohrarbeiten wurden mit Steckmuffenverbindungen oder auch Metallmuffenverbindungen mit Gummimanschetten eingebaut. Der Ausbau solcher Rohrleitungen kann überwiegend problemlos durchgeführt werden, indem die einzelnen Rohre nach einem Anfangsschnitt zerstörungsfrei aus den Muffen oder Muffenverbindungen herausgezogen werden können. Man muss nur wissen, wie das richtig gemacht wird!

Für diesen weit gefächerten Anwendungsbereich im Umgang mit asbesthaltigen Produkten bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten hat der Gesetzgeber Vorschriften erlassen, die strikt zu beachten sind und deren Einhaltung intensiv kontrolliert wird. Es handelt sich dabei um die Gefahrstoffverordnung und die ergänzende Technische Regel TRGS 519 ASBEST. Diese Vorschriften regeln nicht nur den Arbeitsschutz, sondern auch den Umweltschutz, u.a. auch für Nutzer und Bewohner.

Die Gewerbeaufsichtsbehörden überwachen die Einhaltung der asbesttypischen Vorschriften. Ihnen sind rechtzeitig alle Arbeiten ohne Rücksicht auf Art und Umfang anzuzeigen, bei denen ein Umgang mit asbesthaltigen Stoffen und Produkten stattfindet.

Für die Durchführung der Arbeiten im Umgang mit Asbest muss der ausführende Betrieb eine ausreichende sicherheitstechnische und personelle Ausstattung nachweisen. Diese besteht u.a. darin, dass für die Baustelle ein aufsichtsführender Sachkundiger bereitgestellt werden muss. Die Sachkunde muss sich der Sachkundige in speziellen Ausbildungskursen nach TRGS 519 erwerben und er erhält diese Sachkunde nach erfolgreich abgelegter Prüfung und Bestätigung durch das Gewerbeaufsichtsamt. Erst dann ist ein Unternehmen befugt, die Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten im Umgang mit asbesthaltigen Produkten auszuführen.

Bei Vorliegen und Beachten dieser Voraussetzungen kann das Unternehmen diese sachkundige Ausstattung aber auch nach außen deutlich machen und zeigen, dass es sich um einen qualifizierten Fachbetrieb für die Ausführung von Abriss-, Sanierungs- und Instandhaltungs-(ASI)-Arbeiten an asbesthaltigen Produkten handelt, der hierfür von den Staatlichen Gewerbeaufsichtsämtern anerkannt wird.